Bei Chlamydien handelt es sich um eine Gruppe von Bakterien, die viele Lebewesen befallen können. Beim Menschen können die Bakterien eine Erkrankung der Schleimhäute auslösen, was zur Unfruchtbarkeit oder Erblindung führen kann.
Im Fall einer Infektion werden Antibiotika verabreicht, wodurch eine gute Heilungschance gewährleistet ist. Umso früher die Therapie einsetzt, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, keine Folgeschäden davonzutragen.
Chlamydien – Verantwortlich für Vielzahl der sexuell übertragbaren Krankheiten
Eine Infektion mit Chlamydien kann unter anderem zu Frühgeburten, Unfruchtbarkeit, Arthritis oder Erblindung führen. Weltweit gehören diese Bakterien zu den häufigsten Auslösern sexuell übertragbarer Krankheiten. Medizinischen Studien zufolge kann eine Chlamydien-Infektion die Ansteckung anderer sexuell übertragbarer Krankheiten wie HIV beim ungeschützten Geschlechtsverkehr erleichtern.
Chlamydien gehören zur Gruppe der Eubakterien. Dabei handelt es sich um obligat intrazelluläre Bakterien, die sich ausschließlich innerhalb einer Wirtszelle vermehren. Zuchtversuche auf üblichen Nährböden sind stets fehlgeschlagen.
Chlamydien – Bakterienbefall ohne Symptome
Eine Infektion mit Chlamydien verläuft in der Regel ohne Symptome, sodass eine Erkrankung zunächst nur schwer festzustellen ist. Die Bakterien befallen die Schleimhäute der Augen, Genitalien und Atemwege und können dadurch schwerwiegenden Folgen wie Erblindung und Unfruchtbarkeit mit sich bringen. Im Fall einer bestehenden Schwangerschaft können die Bakterien das ungeborene Kind schädigen. Darüber hinaus kann eine Infektion auch Fehlgeburten auslösen.
Die Auswirkungen einer Infektion machen sich oftmals erst Jahre später bemerkbar. Das heißt, dass die Infizierten die Bakterien ohne ihr Wissen an andere Personen weitergeben. Die Behandlung erfolgt in der Regel mit Antibiotika und verhindert in den meisten Fällen Folgeschäden.
Wie kann man sich mit den Bakterien infizieren?
Eine Infektion mit Chlamydien erfolgt meistens durch ungeschützten Geschlechtsverkehr oder durch eine Tröpfcheninfektion über die Hand. Zudem steigern eine Mangelernährung, hoher Nikotinkonsum und hormonelle Störungen die Möglichkeit einer Infektion. Sollte eine Chlamydien-Infektion vorliegen, besteht die Möglichkeit, sich schneller mit anderen sexuell übertragbaren Krankheiten wie HIV, zu infizieren.
